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Religionsunterricht

Informationen für Mütter und Väter

… sowie andere Neugierige zum kirchlichen Religionsunterricht

Grundlage unseres Religionsunterrichts ist die Bibel. Ziel ist es, mit Kindern und ihren Familien den Glauben an Gott zu erfahren, ihn zu lernen, zu leben und zu gestalten. Wir möchten die Kinder in ihrer Kirche am Ort und im reformierten Glauben verwurzeln und beheimaten. Kinder brauchen Heimat, um wachsen und aufwachsen zu können, und sie brauchen Impulse um aufzubrechen und eigene Wege zu erkunden.

Gemeinsam denken wir im Unterricht darüber nach, was im Leben Halt und Geborgenheit gibt und wer uns begleitet. Wir denken über das Geheimnis Gott nach, darüber, was man von Gott wissen kann und was nicht.

Dabei gehen wir davon aus: Alle unsere Bilder und Phantasien können Gott nicht in seiner Ganzheit und Grösse erfassen. Auch die Bibel erklärt Gott nicht, sondern sie erzählt von den vielen Erfahrungen, die Menschen mit Gott gemacht haben.

Wir fragen: Kann ich Gottes Spuren entdecken? Wo kann ich sie in meinem eigenen Leben sehen? Was heisst es, mit Gott unterwegs zu sein?

Schön ist es, wenn die Kinder sich im Religionsunterricht bewusst werden wie sie sich Gott vorstellen. Ihr Gottesbild wollen wir erweitern mit biblischen und anderenTexten. Bei der Arbeit mit diesen Geschichten können die SchülerInnen ihre eigene Erfahrungswelt einbeziehen und so zu individuellen Deutungen gelangen. Wir nehmen uns Zeit für Gespräche.

Den Unterricht leiten unsere von der Evangelisch-Reformierten Landeskirche des Kantons Aargau anerkannten Katechetinnen / Katecheten. Jeder Unterrichtsteil bildet ein in sich geschlossenes Ganzes, wozu die Kinder jeweils neu eingeladen werden.

Wochenstunden und Erlebniswochenenden

Wochenstunden (PH 2)
Wer?SchülerInnen der 2. und 3. Primarklasse
Wo?In den Unterrichtszimmern der Schule Suhr oder im Kirchgemeindehaus Hunzenschwil
Wann?In Randstunden des schulischen Stundenplanes oder in 14-täglichen Doppelstunden jeweils nachmittags
Was?

Wir besprechen Fragen des Glaubens und finden einen Zugang zur Taufe. Zusammen gestalten wir einen Taufgottesdienst mit.

Das Abendmahl ist die grosse Tischgemeinschaft von Jesus. Zur Vorbereitung auf dieses Fest hören die SchülerInnen Geschichten von Jesus. Dazu können sie auch Manches erleben, wie z. Bsp. zusammen auf den Kirchturm steigen oder die Kirchenorgel auf der Empore auf packende Weise erklärt bekommen.

Erlebniswochenenden (PH 3)
Wer?SchülerInnen der 4., 5. und 6. Klassen
Wo?In und um das Länzihuus Suhr
Wann?Ein Erlebniswochenende im Schuljahr
Was?Die Bibel kennen lernen, Gemeinschaft erleben und zusammen feiern

PH-Konzept - Eine Information für Jugendliche und ihre Eltern

PH, das «Pädagogische Handeln», ist bereits seit einigen Jahren das neue Unterrichtskonzept der Reformierten Landeskirche des Kantons Aargau. Wesentliche Momente in Bezug auf die Phase 4, Jugendliche von 14-16, sind folgende:

  • Reduktion der Anzahl Unterrichtsstunden in der Oberstufe, da die Schüler/-innen bereits ab der 2. Primarklasse den kirchlichen Religionsunterricht besuchen. Konkret heisst das: 30 Lektionen in der 8. Klasse und nochmals 30 Lektionen in der Konfirmandenklasse.
  • Der Gottesdienstbesuch ist im Allgemeinen nicht verpflichtend, mit Ausnahme von bestimmten Jugendgottesdiensten. Selbstverständlich sind die Schüler/-innen zu allen Gottesdiensten herzlich eingeladen. Um die Jugendlichen mit dem Gottesdienst vertraut zu machen, werde ich mit ihnen zusammen den ein oder anderen aktiven Beitrag in geeigneten Gottesdiensten gestalten. Es würde mich sehr freuen, wenn Sie als Eltern ihr Kind zu einem solchen Gottesdienst begleiten und auf diese Weise am Pädagogischen Handeln Anteil nehmen.
  • Lernen im kirchlichen Religionsunterricht heisst ganzheitlich lernen – mit dem Kopf (Wissen), mit dem Herzen (Emotion, Gemeinschaft) und mit der Hand (praktischer Einsatz, Diakonieprojekt, Gottesdienstmitwirkung). Entsprechend kommen im kirchlichen Religionsunterricht verschiedene Unterrichtsmethoden zum Zuge: Blockunterricht (Regel), Projekte, Wochenende usw.
  • Der kirchliche Religionsunterricht wird – soweit als möglich – nicht nur von einer Lehrperson erteilt, sondern von verschiedenen Bezugspersonen aus der Kirchgemeinde. Auch die Mitarbeit der Eltern ist erwünscht und sehr willkommen. 
  • Der kirchliche Religionsunterricht wird mit der Konfirmation abgeschlossen. Mit der Konfirmationsfeier wird die Mitgliedschaft in der Kirchgemeinde zu einer deutlich erweiterten Möglichkeit und Verantwortung. Die Konfirmierten Schüler/-innen sind mit 16 Jahren in kirchlichen Angelegenheiten stimm- und wahlberechtigt
  • Das Pädagogische Handeln ist mit der Konfirmation nicht abgeschlossen. Es bietet den konfirmierten Jugendlichen attraktive Angebote verschiedener Art: Jugendgruppen, Jungscharleiter- und Leiterinnentätigkeit, Mitarbeit im kirchlichen Religionsunterricht z. B. an Wochenenden usw.

Kontextspalte

Fragen…?

Bei Fragen oder Problemen wenden Sie sich an die Katechetinnen oder den zuständigen Kirchenpfleger für den Bereich Pädagogisches Handeln.

Wir freuen uns über jeden persönlichen Kontakt!

Pädagogisches Handeln - Geschichte

1987 setzt der Kirchenrat eine Arbeitsgruppe mit dem abenteuerlichen Namen «Pädagogisches Handeln der Kirche» ein. Sie formuliert Visionen und Ziele auf die Frage: Was brauchen Kinder und Jugendliche von uns Erwachsenen, damit ihr Leben vom christlichen Glauben her Orientierung, Tiefe und Intensität bekommt und ihr Lebensmut gestärkt wird?

Durch die Kirchenordnung und ein Reglement ist ein weiter Rahmen gezogen, innerhalb dessen jede Kirchgemeinde ihr eigenes, auf die örtlichen Gegebenheiten zugeschnittenes PH-Konzept gestalten kann. Seit Sommer 2003 ist das Pädagogische Handeln in allen Kirchgemeinden umgesetzt.